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08.10.2019

5 TSV Athleten beim Regenmarathon in Berlin


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Beschreibung: Jasmin In Kiew

Foto in Originalgröße


Trotz des schlechten Wetters gingen am So 29. September rund 47.000 Läufer*innen an den Start beim 46. Berlin Marathon. Mit dabei waren auch fünf TSV Athleten, die sich durch den Regen die gute Laune nicht vermiesen liessen. Nicht tot zu kriegen ist unsere Jasmin: Gleich 3x Marathon in 7 Tagen!

Konnten Läufer und Zuschauer sich bei unserem Hirschauer Spitzberglauf am sonnigen Herbstwetter erfreuen, so mussten sich die Marathonis beim am gleichen Tag ausgetragenen Berlin Marathon vom Start weg bei Dauerregen durchkämpfen. Nicht nur die Tübinger LAV Cracks – u.a. Spitzberglaufsieger 2016 Lorenz Baum – sowie der Chef vom Tübinger Tiefbauamt Albert Füger (Finisher in 3:48:05 Std.) waren aus der hiesigen Laufszene vertreten sondern darüber hinaus auch fünf TSV Athleten. Schnellster Hirschauer auf der 42,2 km sight seeing Tour durch Berlin mit Start und Ziel am Brandenburger Tor war in 3:14:08 Std. Martin Fiege. Ebenfalls noch unter drei Stunden blieb mit 3:44:23 Std. Frank Enders-Hinger; dahinter dann in Anbetracht der ungemütlichen Witterungsbedingungen (einziger Trost vielleicht: Regen soll gut sein für den Teint….) unsere doch auch noch recht flotten Damen Ulrike Anhalt 4:11:49 Std.; Sarah Beschorner (s. Bild oben) 4:25:00 Std. und Jasmin Lehmacher (s. Bild darunter) 4:30:23 Stunden.

Nicht genug bekommen kann unsere nicht totzukriegende Jasmin, hier ihr Bericht:

Drei auf (fast) einen Schlag! Jasmin lässt`s krachen.

Diese Dreierreihe beginnt am 29. Sep mit dem Berlin Marathon. Das war meine sechste Teilnahme. Deswegen läuft alles routiniert ab. Der Marathon selbst, wie immer: voll und laut. Dieses Jahr mit Regen. Aber es war zum Glück nicht kalt dabei. Ich lasse mir Zeit, durch diese Menschenmasse ist ohnehin kaum ein Durchkommen möglich. Anders beim späteren Sieger des Marathons. Der kam gut durch und hat einen neuen Weltrekord um nur 2 Sekunden (!) verpasst. Man kann nur ahnen, wie der sich ärgern wird.

Weiter geht’s vier Tage später, am 3. Okt in Kleinkarlbach. Hier findet ein 6-Stundenlauf statt. Bin das erste Mal dabei. Die zu laufende Runde hat ca. 2,5 km. Es geht vor der Schule flach los. Dann aufwärts in die Weinberge. Oben angekommen flach weiter, am Ende den Berg wieder runter. Durch den Ort und dann wieder aufwärts in die Weinberge. Ich komme in sechs Stunden auf 21 Runden = 52 km und gut durch. Das Wetter ist sonnig und nach leichtem Frost am morgen beim laufen angenehm warm. Jede Runde kommt man am Verpflegungszelt vorbei. Ich halte alle zwei Runden. Trinke und esse was. Die Verpflegung ist toll. Allein dafür lohnt sich die Teilnahme. Nach dem Lauf gibt es für alle noch ein gemeinsames Nudelessen. Insgesamt eine großartige Veranstaltung!

Am 4. Okt ging es von Kleinkarlbach nach Frankfurt, zum Flughafen. Auf nach Kiew, zum Marathon. Ich hatte Vorurteile. Osteuropa. Ob das gut geht? Als wir ankamen holte uns unsere Reiseleiterin ab. Wir fuhren ins Hotel. Haben eingecheckt, es gab Abendessen und dann war der Tag schon rum. Der nächste Tag begann mit einem super Frühstück im Hotel. Damit hätte ich nie gerechnet. Danach Stadtführung und Fahrt mit der Metro, Startunterlagen abholen. Kiew ist von der Bausubstanz sehr gemischt. Alte, heruntergekommene Bauten neben ganz modernen. Beim Marathon, der auf beiden Seiten des Flusses verlief, sind mir Schäden an Brücken aufgefallen; ob diese Brücken in Deutschland noch in Betrieb wären?! In der Stadtführung hieß es zu den Bauwerken: Barocker Stil und Baracko Stil (von Baracke). Zu meiner großen Überraschung sprachen – jedenfalls alle Kiewer, auf die ich getroffen bin – englisch. Man kommt dort gut zurecht und ich habe mich dort wohl und sicher gefühlt. Der Marathon war gut organisiert, nur die Strecke ist nicht so wirklich schön. Man läuft viel auf einem abgesperrten Stück der Straße und nebendran rollt der normale Straßenverkehr. Aber es gibt Highlights und ich würde noch mal dort laufen. Ohnehin würde ich noch mal nach Kiew fahren. Wir haben längst nicht alles gesehen und mich hat Kiew sehr positiv überrascht. Meine ursprünglichen Vorurteile habe ich jedenfalls abgelegt.

Der ein oder andere wird sich jetzt wieder fragen: drei Mal Marathon in sieben Tagen. Geht das?! Ja, das geht gut. Wenn man nicht versucht, jeden Lauf in Bestzeit zu laufen. Sondern einfach locker laufen und möglichst viel Spaß dabei haben ???? in diesem Sinne: weitermachen!




mit freundlicher Unterstützung von

swt